Zuerst mal: Tut mir leid dass ich mich nicht melden konnte, ich hatte die letzten drei Wochen keinen Internetzugang. Und das war auch gut so …
. Ich versuche allen uebernaechste Woche auf die E-Mails zu antworten, momentan habe ich leider nur Zeit fuer diesen unpersoenlichen Blogeintrag.
Ich bin gerade in Bataan, da fahren wir manchmal mit dem Boot hin, und nun konnte ich mitkommen. Das Projekt ist echt super, momenran sind wir ca. 20 Volunteers, Hauptsaechlich Deutsch- und Hollaendischsprachig. Die erste Woche haben wir noch nicht Patroulliert, dass hiess dann, dass wir sonst verschiedene Dinge erledigt haben, Waende streichen, bauen etc. Und sonst natuerlich Sonnenbaden, Volleyball spielen oder mit dem Boot die Kanaele durchforsten. (Gestern haben wir einen Kaiman am Ufer gesehen, und ganz viele rote Augen im Wasser). Es gibt viele Haengematten, eine kleine Bibliothek, man kann lesen, Karten spielen etc. La Vida Loca. Seit knapp zwei Wochen patroullieren wir nun, dass heisst, um 8, 10 und 12 Uhr geht eine Patrouille raus, meistens 3-4 Leute plus ein Local. Jede Shift geht ca. 2 Stunden (7 km glaube ich) den Strand hinauf nordwaerts, und dann wieder zwei Stunden zurueck. Das icst echt traumhaft, man kann Barfuss gehen, auf dem nassen Sand spiegeln sich die Sterne und wenn der Mond scheint sieht man alles. Ich habe gleich bei meiner ersten Patrouille die erste Leatherback-Schildkroete der Saison gesehen, das war gigantisch. Sie war ca. 1 m 80 lang und unglaublich schoen, und hat 90 Eier gelegt, welche wir gluecklichen dann aber nur ca. 500 m bis zur Hatcherie bringen mussten. Die wird rund um die Uhr von einem Volunteer bewacht, und ueber die Nacht ist auch immer ein Local da.
Ich habe den Spanischkurs belegt, und kann mich nun mit Haenden und Fuessen und mit den Ticos und Ticas unterhalten. Die meisten sind supernett, und die Ticos natuerlich alle interessiert an den weiblichen Volunteers … Am Abend gehen wir oefters in die Bar, natuerlich nur wenn wir nicht arbeiten, is klar.
Die Natur ist echt unglaublich, wir befinden uns quasi auf einer Insel (Paquare Nuevo), Noerdlich muendet der Rio Paresmina, suedlich der Rio Paquare ins Meer, und hinter unserem schmalen Kuestenstreifen gibts Kanaele. Das Projekt liegt direkt am Meer, welches also die ganze Zeit zu hoeren ist. Es gibt starke Stroemungen, schwimmen ist also nur begrenzt moeglich, aber fuer meine Beduerfnisse reichts allemal. Schlafen tun wir in Sechserkabinen.
Es gefaellt mir echt super hier, und ich wuerde gerne laenger bleiben. Aber ich freue mich auch aufs Reisen. Ich habe beschlossen, auch Panama und Nicaragua zu besuchen, wenn ich schonmal da bin. In Nicaragua sind auch die Sprachschulen viel guenstiger!
Es gibt hier viele tolle Leute, leider bleiben sie oft nur zwei Wochen im Projekt. Natuerlich kommt man nicht mit allen klar, aber die meisten sind auf einer Wellenlaenge.
Und jetzt zum Wetter. Nee, also die ersten zwei Wochen hat sich heftiger Regen immer mit der Hitze abgewechselt, aber mittlerweile ist es eigentlich dauernd schoen.
Ich hatte bis jetzt keine Probleme mit meiner Gesundheit, Kriminalitaet oder irgendwas, nichtmal die Moskitos nerven gross. Da sind die Sandfliegen schon weitaus laestiger, die koennen einen in den Wahnsinn treiben.
Also, soweit mal. Ich hoffe euch gehts allen gut,
Liebe Gruesse,
Dani, Daenu, Toto or Daeni (Chrystal from California called me that way)